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ZERTIFIZIERUNGEN KURZ ERKLÄRT

ZertifizierungUns liegt die Natur und der Mensch am Herzen, daher sind alle unsere Produkte entweder nach BDIH-Standard oder COSMOS-Standard zertifiziert. Im Folgenden erklären wir, was diese Zertifizierung alles beinhaltet und bedeutet.

Die BDIH-Zertifizierung (ein Zertifizierung durch einen Non-Profit Verband) steht als unverwechselbares Zeichen für kontrollierte Naturkosmetik und wird weltweit vergeben.

Der BDIH-Standard beschreibt Anforderungen, welche sich auf die Gewinnung bzw. Erzeugung der Kosmetikrohstoffe sowie auf deren Verarbeitung beziehen. Hierbei werden die Belange des Tier- und Artenschutzes besonders berücksichtigt.

WELCHE KRITERIEN MÜSSEN FÜR EINE BDIH-ZERTIFIZIERUNG ERFÜLLT WERDEN?

Pflanzliche Rohstoffe müssen aus zertifiziertem ökologischem Ausgangsmaterial stammen, soweit sie aus Pflanzen bestehen oder gewonnen wurden.

TIERISCHE ROHSTOFFE

Der Einsatz von Stoffen, die von Tieren produziert werden (z.B. Bienenwachs, Honig), ist gestattet. Der Einsatz von Rohstoffen aus toten Wirbeltieren (z.B. Emuöl, Nerzöl, Murmeltierfett, tierische Fette, Collagen und Frischzellen) ist nicht gestattet.

TIERVERSUCHE UND ENDPRODUKTE

Weder bei der Herstellung noch bei der Entwicklung oder Prüfung der Endprodukte dürfen Tierversuche durchgeführt oder in Auftrag gegeben werden.

TIERVERSUCHE UND ROHSTOFFE

Rohstoffe, die nach dem 31.12.1997 im Tierversuch getestet wurden, dürfen nicht verwendet werden. Außer Betracht bleiben Tierversuche, die durch Dritte durchgeführt wurden, die weder im Auftrag oder auf Veranlassung des Rohstoffherstellers, des Rohstoffanbieters oder des Herstellers des Endproduktes gehandelt haben, noch mit diesen gesellschaftsrechtlich verbunden sind.

MINERALISCHE ROHSTOFFE

Der Einsatz anorganischer und mineralischer Salze, Säuren und Laugen (z.B. Magnesiumsulfat, Natriumchlorid) ist grundsätzlich gestattet. (Ausnahmen siehe Absatz “unerlaubte Stoffe”).

ERLAUBTE HERSTELLUNGSPROZESSE

Für die Herstellung von Naturkosmetika sind neben physikalischen Verfahren einschließlich der Extraktion mit Wasser, pflanzlichem Alkohol, Kohlensäure, pflanzlichen Fetten und Ölen sowie hieraus gewonnenem Glycerin auch enzymatische und mikrobiologische Verfahren zulässig, wie sie in der Natur vorkommen. Daneben dürfen Stoffe aus Naturstoffen wie Fette, Öle und Wachse, Zucker, Stärke, Cellulose, Eiweiße, Polysaccharide, Vitamine mittels Hydrolyse, Hydrierung, Oxidation, Reduktion, Veresterung oder sonstigen Spaltungen und Kondensationen gewonnen werden. Auf der Seite des BDIH findest Du eine erweiterbare Liste mit zulässigen Stoffen. In dieser Liste aufgeführte Einschränkungen sind zu beachten.

NICHT ERLAUBTE STOFFE

  • Stoffe aus den folgenden Stoffgruppen dürfen nicht verwendet werden:
  • organisch-synthetische Farbstoffe
  • synthetische Duftstoffe
  • ethoxilierte Rohstoffe
  • Silikone
  • Paraffine und andere Erdölprodukte

KONSERVIERUNG

Zum Zwecke des Verbraucherschutzes können erforderlichenfalls die folgenden naturidentischen Konservierungsmittel verwendet werden:

  • Benzoesäure und ihre Salze
  • Salicylsäure und ihre Salze
  • Sorbinsäure und ihre Salze
  • Benzylalkohol
  • Dehydroacetsäure und ihre Salze

Beim Einsatz dieser Konservierungsstoffe ist der Zusatz: "Konserviert mit ... [Name des Konservierungsstoffes]" erforderlich.

RIECHSTOFFE

Zugelassen sind natürliche Riechstoffe, die der ISO Norm 9235 entsprechen. Außerdem können biotechnologisch gewonnene Riechstoffe verwendet werden.

RADIOAKTIVE BESTRAHLUNG

Die Behandlung von pflanzlichen und tierischen Rohstoffen und der Endprodukte mit ionisierenden Strahlen ist nicht zulässig.

RESSOURCEN & VERPACKUNG

Laut BDIH müssen die belabelten Produkte außerdem ökologisch verträglich sein. Sie müssen umwelt- und ressourcenschonend hergestellt werden und die Rohstoffe müssen so gut wie möglich ökologisch abbaubar sein. Die Verpackungsmaterialien müssen außerdem aus recycelbaren Materialien bestehen und möglichst sparsam eingesetzt werden. Quelle: https://www.kontrollierte-naturkosmetik.de/

COSMOS-STANDARD

Der COSMOS-Standard wurde 2010 eingeführt, mit dem Ziel, einen vereinheitlichten Standard und weniger unterschiedliche und damit verwirrende Zertifizierungsgrundlagen zu haben. Seit 2017 werden neue Produkte ausschließlich nach diesem neuen Standard geprüft. Das neue Siegel setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem bekannten Zeichen (in diesem Fall BDIH) und einer COSMOS-Signatur, je nachdem ob es sich um Naturkosmetik oder Biokosmetik handelt.

WAS BEDEUTET COSMOS ORGANIC ODER COSMOS NATURAL?

COSMOS NATURAL

Die COSMOS NATURAL Signatur steht für Produkte, die unter allen Gesichtspunkten dem COSMOS-Standard entsprechen, aber nicht die geforderten Mindest-Bio-Anteile gemäß COSMOS-Standard enthalten.

COSMOS ORGANIC

Die COSMOS ORGANIC Signatur steht für Produkte, die unter allen Gesichtspunkten dem COSMOS-Standard entsprechen und zusätzlich die erforderlichen Anteile an biologischen Bestandteilen gemäß COSMOS-Standard enthalten. Auf dem Etikett eines Produkts muss der Anteil der Bio-Bestandteile angegeben sein. Dabei handelt es sich um den prozentualen Bio-Anteil des Gesamtprodukts, aber da einige Produkte viel Wasser und mineralische Bestandteile enthalten, die nicht biologisch sein können, wird auch der prozentuale Bio-Anteil abzüglich dieser beiden Bestandteil-Kategorien angegeben. Der Mindestanteil an Bio-Anteilen im Gesamtprodukt liegt bei 20%. Als Ausnahme müssen bei Rinse-off Produkten, nicht emulgierten wässrigen Produkten und bei Produkten, die mindestens 80% Mineralien oder Bestandteile mineralischen Ursprungs enthalten, mindestens 10% des Gesamtproduktes biologisch sein.

Quelle: https://www.cosmos-standard.org/